200'000 Artikel, fünf Mitarbeitende und mehrere Verkaufskanäle: Die Venditura AG zeigt mit ihrer Marke Skyspell, wie ein wachsendes Schweizer Handelsunternehmen Lager, Aufträge und Daten mit Xentral strukturiert.
Gemeinsam mit digiwrk wurde Xentral als zentrales ERP-Kernsystem eingeführt. Im Mittelpunkt standen nicht möglichst viele Funktionen, sondern Prozesse, die im Tagesgeschäft funktionieren: eine dynamische Lagerlogik, mobile Kommissionierung, eine zentrale Datenbasis und die korrekte Abbildung Schweizer Anforderungen.
Lukas Schweizer startete Skyspell als Einzelfirma und verkaufte Pokémon-Sammelkarten über Cardmarket. Mit dem Wachstum entwickelte sich daraus die Venditura AG. Heute gehören neben Sammelkarten auch Mineralien, Fossilien und Kristalle zum Sortiment.
Was zu Beginn mit persönlichem Wissen und manuellen Abläufen funktionierte, stiess mit zunehmendem Volumen an Grenzen. Lieferscheine wurden von Hand erstellt, Artikel nach Gefühl einsortiert und wichtige Informationen lagen bei einzelnen Personen. Gleichzeitig erhöhten zusätzliche Shops und Marktplätze den Abstimmungsaufwand.
Das bestehende Lager war für diese Entwicklung nicht ausgelegt. Gerade bei Sammelkarten wachsen Kategorien sehr unterschiedlich: Ein Regal ist voll, während im nächsten noch Platz vorhanden wäre. Eine statische Lagerlogik führt dadurch zu häufigem Umsortieren und schlecht genutzter Fläche.
Mit Xentral und mobilem Picking wurde die Lagerlogik grundlegend verändert. Neue Ware wird nicht mehr zwingend in einen fest zugeordneten Kategorie-Bereich gelegt. Sie kommt in einen geeigneten freien Lagerplatz. Das System speichert den Standort und führt die Mitarbeitenden beim Kommissionieren über das MDE-Handgerät gezielt dorthin.
Dadurch muss das Team nicht mehr auswendig wissen, in welchem Regal sich eine Kategorie befindet. Entscheidend ist die im System gepflegte Zuordnung. Die vorhandene Fläche wird besser genutzt und der Prozess hängt weniger vom Wissen einzelner Mitarbeitender ab.
Venditura betreibt drei Shopify-Stores: einen B2B-Shop, einen B2C-Shop und einen Live-Commerce-Shop. Hinzu kommen Cardmarket für Sammelkarten und Ricardo für Restposten.
Xentral bildet die zentrale operative Grundlage. Bestellungen aus den angebundenen Shops laufen im ERP zusammen und werden nach einer gemeinsamen Prozesslogik bearbeitet. Im B2B-Geschäft wird die Rechnung automatisch erstellt, sobald der Lieferschein erzeugt ist.
Eine solche Systemlandschaft funktioniert nur, wenn die Datenlogik eindeutig festgelegt ist:
Gemeinsam mit Venditura wurde Xentral deshalb nicht nur technisch eingeführt, sondern als ERP-Kernsystem in eine klar strukturierte Systemarchitektur eingebettet.
Viele ERP-Lösungen wurden primär für den EU-Markt entwickelt. Für Schweizer Handelsunternehmen entstehen dadurch schnell zusätzliche Anforderungen oder Workarounds. Für Venditura waren insbesondere die Anbindung der Schweizer Post, Mehrwertsteuer, CHF, Zollprozesse und ein lokaler Ansprechpartner wichtig.
«Es ist sehr wertvoll, jemanden vor Ort zu haben, der die kleinen Problemchen versteht, die wir in der Schweiz haben.»
Lukas Schweizer, Gründer & CEO, Venditura AG
Xentral brachte die benötigten Grundlagen mit. digiwrk unterstützte als Schweizer Xentral-Partner bei der korrekten Konfiguration und Einbettung in die bestehenden Abläufe. Die Schweizer Besonderheiten wurden nicht erst nach dem Go-live ergänzt, sondern waren Bestandteil des Einführungskonzepts.
Die Einführung erfolgte von Mai bis zum Go-live im August und dauerte rund drei Monate. Während dieser Zeit lief das operative Geschäft weiter.
Die Umsetzung folgte einem kontrollierten Vorgehen:
Der Grossteil konnte mit vorhandenen Xentral-Funktionen umgesetzt werden. Xentral Connect war zu diesem Zeitpunkt noch neu, weshalb einzelne Shopanbindungen schrittweise stabilisiert wurden. Eine erfolgreiche ERP-Einführung bedeutet nicht, dass nie Herausforderungen auftreten. Entscheidend ist, dass sie transparent bearbeitet werden und am Ende ein System steht, das im Alltag zuverlässig funktioniert.
Als Schweizer Xentral-Partner begleitete digiwrk Venditura vom Prozessverständnis bis zum Go-live. Dazu gehörten die Analyse der Abläufe, die Konzeption der Lager- und Auftragsprozesse, die Einrichtung von Xentral, die Anbindung der Verkaufskanäle sowie Tests und Schulungen.
«Als Partner vor Ort kennt man die kleinen Schweizer Eigenheiten. Das schafft das Vertrauen, das ein sauberes Onboarding braucht.»
Samuel Basler, Gründer & Geschäftsführer, digiwrk ag
Der entscheidende Erfolgsfaktor war das Zusammenspiel aus Standardsoftware, klaren Prozessen, strukturierten Daten und einem Team, das die neuen Abläufe im Alltag sicher anwenden kann.
Als Schweizer Xentral-Partner sorgt digiwrk dafür, dass Software, Daten und Prozesse nicht nur technisch verbunden sind, sondern im operativen Alltag zuverlässig funktionieren.
Venditura steuert heute mit fünf Mitarbeitenden rund 200'000 Artikel über eine zentrale ERP- und Prozessbasis. Lager, mobile Kommissionierung, mehrere Shops und Schweizer Anforderungen greifen ineinander.
Die Kennzahlen sind eindrücklich. Noch wichtiger ist die Struktur dahinter: eindeutige Daten, nachvollziehbare Lagerplätze, automatisierte Folgeprozesse und klare Verantwortlichkeiten.
Steht euer Lager oder eure Systemlandschaft vor einer ähnlichen Wachstumsgrenze? In einer Projektberatung prüfen wir gemeinsam, welche Prozesse, Daten und Integrationen zuerst geklärt werden sollten.